Endlich gibt es mal aus dem Schwarzwald ein Erfolgserlebnis zu vermelden. Nicht nur das Wetter machte die ersten vier Etappen zur Tortur, sondern auch die Unwegbarkeiten abseits des Renngeschäfts.
Bilder: Armin Küstenbrück
Die erste Etappe verlief bei mir sehr erfolgreich, doch danach begann erst der Streß. Mein VW Bus streikte und musste in die Werkstatt abgeschleppt werden. Ein Leihwagen war zwar schnell organisiert, aber es war ein Nissan Micra, ein anderes Auto war so schnell nicht verfügbar. Da ist der Modellname Programm, ein großzügiges Platzangebot existiert nicht. An dieser Stelle muss ich mich bei Benjamin Pfrommer (HAICO-Racing) und Florian Eschenbach (Cannondale) bedanken, die mein Rad an zwei Tagen an sich genommen haben, um es mir geputzt und geölt am Rennmorgen zu überreichen. Vielen, vielen Dank.
So war ich an den ersten beiden Renntagen nachmittags wegen meines Autos unterwegs und kam erst abends im Hotel an. Regeneration kann man da vergessen.
Am dritten Tag ließ mich mein Rad im Stich. Plattfuß.
Ich verlor natürlich viel Zeit und befand mich zur heutigen fünften Etappe auf dem vierten Gesamtrang. Heute kletterte ich nicht aus eigener Kraft auf den dritten Platz im Overallranking. Den souverän führenden Franzosen Thomas Dietsch ereilte ein so kapitaler Schaltwerksschaden, dass er die Rundfahrt aufgeben musste.
Trotzdem hielt Simon Stiebjahn die Bulls-Fahne hoch und rettete noch ein halbe Sekunde Vorsprung vor mir ins Ziel.
Viele Grüße aus dem Schwarzwald
Torsten







