Bei der letzten Etappe der VAUDE MountainBIKE Trans Schwarzwald auf das Dach der Rundfahrt, dem Feldberg, schaffte ich es wieder aufs Podium und wurde hinter dem Belgier Ramses Bekkenk Zweiter.
12000 Höhenmeter und rund 447 Kilometer lagen bereits hinter uns, als der Grafenhausener Bürgermeister den Startschuss zur letzten und siebten Etappe hinauf zum Feldberg gab. Es sollte die zeitlich längste Etappe der gesamten Rennwoche werden. Die Kilometer wurden in einem eher entspannten Tempo zurückgelegt. Vor allem in den Flachstücken weigerte sich jeder, sich vor den großen „Haufen“ zu spannen und Kräfte zu vergeuden. Die harte Woche hatte anscheinend bei vielen Athleten Spuren hinterlassen und jeder schaute, nicht am nächsten Anstieg abgehängt zu werden. Ich verspürte natürlich auch nicht mehr die ultimative Frische, doch etwas zügiger hätte die Gangart schon sein können. Ich hab mich dann ebenfalls zurückgehalten, bin die ersten 20 Kilometer von vorn gefahren.
Diese Passivität nutzte der Belgier Ramses Bekkenk und schlich sich bei Kilometer 50 davon. Niemand im Feld wollte nachführen und so wuchs der Vorsprung bis zum Feldberg – Anstieg auf über vier Minuten an. Dass wir den Belgier da nicht mehr einholen konnten, war schnell klar als wir ebenfalls die Steigung in Angriff nahmen.
Glücklicherweise führte ich die Gruppe an. Denn der gut zu fahrende Weg verwandelte sich schnell in einen wurzeligen und aufgeweichten Singletrail. Ich konnte so meine eigene Linie fahren und musste nicht absteigen, wenn andere vor mir Fehler machten. Als wir auf einen breiten Schotterweg kamen, hielt ich das Tempo hoch. Ich war überrascht, dass nur der Gesamtwertungsführende Matthias Bettinger folgen konnte. Gemeinsam nahmen wir die letzten Meter unter die Räder. Einen Kilometer vor dem Ziel führte die Strecke über ein holpriges Feld. Erst da musste auch Bettinger mich ziehen lassen und ich wurde zum zweiten Mal Zweiter in dieser Woche.
In der Gesamtabrechnung war mein dritter Platz auch bei der letzte Etappe nie in Gefahr. Nur die Marathon – Spezialisten Matthias Bettinger und Christian Schneidawind waren schneller.
Ich bin sehr glücklich über meine Entwicklung in der zweiten Wochenhälfte. In den ersten drei Tagen war ich wirklich vom Pech verfolgt. Erst der Stress mit meinem kaputten VW-Bus und den Plattfuß, den ich mir in der dritten Etappe eingehandelt habe. Das kostete sehr viel Energie, sodass ich am vierten Tag die letzte Stunde total einbrach und nochmals viel Zeit verlor.
Doch mit der Sonne kamen auch die Energie und die Resultate zurück. Ein Sieg und zweimal Zweiter. Ich würde sagen, das ist die maximale Ausbeute.
Torsten











