05. August 2015

Holzmedaille im Erzgebirge…

…na, das passt ja zu diesem Landstrich in Sachsen, wo die bekannten Holzfiguren hergestellt werden. Mein Plan war trotzdem ein anderer. Vor zwei Jahren gewann ich die 100 Kilometer in Seiffen.

Bilder 3-6: Sportograf

 

Mein erklärtes Ziel war natürlich ein weiterer Triumph bei der 22. Auflage des Erzgebirgsmarathons. Der Kurs war zum Jahr 2013 kaum verändert, eine kleinere Schleife wurde zusätzlich eingebaut, was vor allem mehr Höhenmeter bedeutete. Aufsummiert waren es nun 2500.

 

Die ersten Kilometer rollten wir über breitere Wege. Ich hielt mich immer unter den ersten Zehn auf. Als es ins richtige Gelände ging und der Kurs schmal und holprig wurde, setzte ich mich an die Spitze des Feldes. Ich wollte jeglicher Kollision und sonstigen Eventualitäten aus dem Weg gehen. Das kostete zwar mehr Kraft, aber das war es mir wert und ich fühlte mich stark.

 

Ich hatte in dieser Saison keinerlei Probleme mit meiner Kette und deren Halt auf dem Kettenblatt. Leider gibt es Situationen, da passt mal wieder alles zusammen, so wie es mir widerfuhr. Die Abfahrt war ruppig, es lagen Steine und Zweige auf der Ideallinie. Dabei muss ein Stein oder Stock aufgewirbelt worden sein, und genau im richtigen Moment die Kette vom Kettenblatt gehebelt haben. An sich ist das kein Problem, ein kurzer Halt. Kette wieder auf Kettenblatt gehievt und weiter. Blöd war nur, dass sich die Kette durch den holprigen Untergrund derart in sich verknotet hatte, dass ich ewig brauchte, alles auseinander zu friemeln. Die Spitzenfahrer sahen natürlich mein Malheur und waren auf und davon.

 

Ich wollte mich nicht geschlagen geben und nahm die Verfolgung auf. Ich gab alles, doch vielen Abschnitten der Strecke war der Windschatten eindeutig ein Vorteil. Allein kämpfte ich quasi gegen Windmühlen. Ich konnte nicht wirklich Boden gutmachen, verlor allerdings auch nicht immens, 80 Kilometer lang. Platz vier war der Lohn.

 

Mit meinem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein, mit meiner Leistung aber sehr. An diesem Tag war ich sicher ein Sieganwärter. In diesem Jahr ging der Sieg an Peter Herrmann, Gratulation. Auf alle Fälle ist die Reise in den Osten immer Wert. Im Gepäck habe ich jedes Mal feinste Holzkunst aus dem Erzgebirge.

 

Torsten


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