24. August 2015

Platz 2 in Zierenberg

Es geht schon wieder richtig gut, bin selbst von mir überrascht, was nach der zehrenden Trans Schwarzwald am Pedal ankommt.

Nach besagter Trans Schwarzwald legte ich drei ruhige Tage ein. Montag und Dienstag waren komplett radfreie Tage, nur ein bisschen Stabi-Training musste sein. Den Mittwoch rollte ich ein wenig, bevor am Donnerstag das Training wieder ausgesprochen schwungvoll wurde. Auch der Freitag und Samstag hatten sehr intensive Phasen. Ziel war es, den „Motor“ wieder auf Betriebstemperatur zu bekommen. Wie ihr seht, war die Phase vor den 101 Kilometern im Habichtswälder Bergland nicht die ultimative Rennvorbereitung.

 

Am Start war ich mir nicht wirklich sicher, wieviel Zug ich auf die Kette bekommen würde, doch ein Blick auf die Wattzahlen am ersten Anstieg und das eigene Gefühl ließen keinen Zweifel offen, dass ich mit dem Ausgang des Rennens zu tun haben würde.

 

Wir waren acht Mann in der Spitzengruppe und keiner wollte so richtig die Initiative ergreifen. Teamkollege Christopher Platt fuhr ebenfalls mit in der Gruppe, und das war gut so. So konnten wir auf eventuelle taktische Speilereien der anderen besser reagieren oder selbst agieren. Teilweise wurde aber nur über die Forstwege gerollt. Weil auf den ersten 30 Kilometern niemand so richtig ambitioniert war und mir sowieso die Blase drückte, machte ich den Vorschlag für eine Pinkelpause, was auf sehr viel Zustimmung stieß :-).

 

Im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert, nahmen wir wieder den trockenen Kurs unter die Stollenreifen, und es dauerte nicht lang, bis Mathias Frohn (Firebike-Drössinger) bei Kilometer 40 attackierte. Nur der amtierende dänische Meister Sören Nissen und ich konnten folgen. Gemeinsam bauten wir unsren Vorsprung recht schnell auf fünf Minuten aus.

 

Die nächsten 40 Kilometer herrschte Harmonie in unsrem Trio, bis 20 Kilometer vor dem Ende Nissen die alles entscheidende Attacke setzte. An einem sehr steilen Stelle ließ er den dicken Gang stehen. Ich konnte drei Viertel des Anstiegs sein Hinterrad halten, aber dann „explodierte“ ich, musste mich erstmal sammeln und meinen eigenen Tritt finden. Das Gute an Nissens Tempoverschärfung war, dass der Dritte im Bunde, Mathias Frohn, viel früher den Kontakt verlor. So konnte ich mir nach den strapaziösen 2400 Höhenmetern den zweiten Rang in Zierenberg sichern.

 

Für die Moral war dieser Podiumsplatz sehr wertvoll und motiviert fürs weitere harte Training. Es zeigt mir, dass ich die Trans Schwarzwald sehr gut kompensieren konnte. Da sollte in den kommenden Wochen noch richtig was gehen!!

 

Torsten


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